Geschichte

Die historische Entwicklung der Saarbrücker Stadtmusik lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen.

Die heutige Stadtkapelle Saarbrücken ist ein Kind der Nachkriegszeit und geht auf eine Initiative Saarbrücker Geschäftsleute zurück. 

Die Idee, die Stadt durch eine eigene Kapelle musikalisch zu repräsentieren, stammte von Hans Helmer, Mäzen des Fußballvereins Saarbrücken (FVS), und wurde von  Wighard Fourmann, dem damaligen Vorsitzenden des Verkehrsvereins Saarbrücken, tatkräftig unterstützt.

Bei einer Versammlung im „Nassauer Hof“ wurde die Stadtkapelle Saarbrücken am 27. April 1959 offiziell gegründet und nahm wenig später mit 42 Musikern ihre Probenarbeit auf. Bei einer öffentlichen Probe stellte sich das neue Orchester im Kreiskulturhaus im September 1959 erstmals vor und begeisterte sein Publikum bereits wenige Wochen später bei der Eröffnung des Oktoberfestes an der Camphauser Straße. Im  August 1963 fand das erste „Sommerfest der Stadtkapelle“ statt und stieß auf so große Resonanz, dass die Veranstaltung 37 Jahre in Folge wiederholt wurde.  

Die früheren Dirigenten der Stadtkapelle

Insgesamt sieben Dirigenten haben in den vergangenen Jahrzehnten den Takt bei der Stadtkapelle angegeben. Einige von ihnen waren für die Entwicklung der Kapelle von besonderer Bedeutung: Bis 1968 lag die musikalische Leitung in Händen von Willi Klein, vormals Dirigent der Polizeikapelle. Sein Nachfolger wurde Ferdi Michler, der das Repertoire der Kapelle um moderne Blasmusik im amerikanischen Stil erweiterte. 1977 übernahm Hermann Kahlenbach den Taktstock. Mit  seinem leidenschaftlichen Engagement für die Kapelle, eigenen Kompositionen und originellen Arrangements verhalf Kahlenbach dem Amateurorchester während seiner 22-jährigen Wirkungszeit zu einer Qualität, mit der die Stadtkapelle Saarbrücken seither bei Hunderten von Auftritten im Saarland, aber auch bei Gastspielen in den Partnerstädten Nantes und Tbilissi sowie auf Konzertreisen, u.a. nach Hamburg, Berlin und Italien, die Herzen ihrer Zuhörer eroberte.